Die im Juli 2015 in Kraft getretene Regelung zum Thema Startup-Unternehmen und Forschungsstartups lassen zwei Arten von unternehmerischen Initiativen erkennen:

  • Startup-Unternehmen:jede unternehmerische Initiative, die auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Waren und Dienstleistungen abzielt, die sich aus den Forschungsergebnissen der Universität ergibt, zu der der Antragsteller beigetragen hat und an der die Universität als Geschäftspartner teilnehmen kann;
  • Forschungsstartup: jede unternehmerische Initiative, die auf die vor-wettbewerbliche Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen abzielt, die sich aus den Forschungsergebnissen der Universität ergibt, zu der der Antragsteller beigetragen hat und an der die Universität als Geschäftspartner teilnehmen kann.

Die Neugründung von Startups und Forschungsstartups kann nach Implementierungsphasen gegliedert werden:

1. Technology disclosure

In dieser Phase finden die ersten Kontakte zwischen den Forschern, die die Neugründung beantragen und der Universitätsabteilung für Forschungverwaltung und Technologietransfer (Dezernat: Knowledge Transfer bzw. TT zu Italienisch) statt. Im Laufe der Treffen wird das unternehmerische Konzept sowie die verwendeten Technologien präsentiert, um eventuelle Vermarktungformen zu erkunden. 

Mitwirkender: 

  • Dezernat: Knowledge Transfer (Area TT zu Italienisich) 
  • Antragssteller:
    • Startup Unternehmen: Der Antrag kann von der Universität bzw. von einem oder mehreren HochschullehrerInnen oder einem oder mehreren MitarbeiterInnen gestellt werden, welche in der Funktion des technischen Verwaltungspersonals tätig sind. (siehe Art. 3, Abs. 1, Startupregelung);
    • Forschungsstartup: Angestellt kann der Antrag von der Universität oder von einem oder mehreren Professoren, von Angestellten, die der Funktione des technischen Verwaltungspersonals angehören, von ForschungsstipendiantInnen, Absolventen von  Masterstudiengängen oder (einstufigen) Masterstudiengängen, die den Abschlusstitel innerhalb der letzten zwölf Monate erworben haben, DoktorandInnen, ForscherInnen, die den Titel innerhalb der letzten zwölf Monate erworben haben, anderen Mitarbeitern, die in den letzten drei Jahren auf der Grundlage vertraglicher Beziehungen mit der Universität mindestens zwei Jahre Forschungstätigkeiten im Zusammenhang mit der Gründungzweck durchgeführt haben. Dem Gründungsvorschlag, mit Ausnahme von Lehrkräften und Angestellten, die der Rolle des administrativen technischen Personals angehören, muss auch eine Zustimmungserklärung von mindestens einem Hochschullehrer beigefügt werden (siehe Art. 3 Abs. 2, Startup Regelung). 
  • Fakultätsrat

Notwendige Unterlagen: 

  • Antrag (“Einführungsbrief”) – Vorschlag für die Gründung eines Startupunternehmens / Forschungsstartup mit Unterschrift des Antragsstellers -samt Anlagen:
    • Angaben bezüglich der einzelnen Antragsteller und jeweilige Lebensläufe;
    • Angaben bezüglich der Gesellschaft;
    • Geschäftsplan;
    • Übereinkommenvorschlag über die Nutzung von Räumen und/oder Einrichtungen der Universität (falls zutreffend);
    • Satzungsentwurf und Gesellschaftsvereinbarung (nur für Startup-Unternehmen oder Forschungsgründungen mit Beteiligung);
  • Protokollsauszug vom Fakultätsrat oder dem zuständigen interfakultären Forschungszentrum;

  • Vorschlagsübersicht vom Dezernat TT.

2. Kommission für die Bewertung von Startup-Unternehmen

In dieser Phase spielt die Kommission für Unternehmensgründungen die Hauptrolle. Sie bewertet alle Gründungvorschläge von Startup-Unternehmen und Forschungsstartups.

Insbesondere nimmt sie Stellung zu den Anträgen auf Gründung oder Neugründung von Forschungseinrichtungen; sie überprüft jeden Vorschlag nach Interessenkonflikten zwischen den institutionellen Zwecken der Universität und den Aktivitäten des Unternehmens; sie äußert sich zu Vorschlägen zur Aufhebung von Ausgründungen oder Neugründungen; sie führt auch Monitoringaktionen von Neugründungen durch.

Mitwirkender: 

  • Startup Kommission
  • Dezernat TT
  • Antragssteller

Die Antragsteller präsentieren ihr Projekt vor der Gründungskommission.

Die Phase endet mit der Stellungsnahme der Kommission.

3. Akademischer Senat 

Der akademische Senat ist das wissenschaftliche und didaktische Leitungsorgan der Universität. Der Senat arbeitet mit dem Rektor bei der Leitung, Programmierung und Koordination der Lehr- und Forschungstätigkeiten der Universität zusammen, bei der Festlegung -unter Berücksichtigung der Vorschläge der einzelnen Strukturen- wissenschaftlicher und didaktischer Pläne und deren Umsetzung, bei der Verteilung von Ressourcen und der Rekrutierung von Professoren und Forschern (Art. 11 UniTrento Satzung).

Mitwirkender:

  • Akademischer Senat
  • Dezernat TT

Diese Phase endet mit der Stellungsnahme des akademischen Senats.

4. Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat ist das allgemeine Politik- und Planungsorgan der Universität. In dieser Phase überträgt das Dezernat TT dem Verwaltungsrat die Vorschlagübersicht, in der alle bereits vollendete Schritte und erzielte Leistungen sowie die mehrere Stellungsnahmen zusammengefasst werden.

Mitwirkender: 

  • Verwaltungsrat
  • Dezernat TT

Diese Phase endet mit dem Beschluß des Verwaltungsrates.

5. Gründung des Unternehmens (ausschließlich für Gesellschaften mit der Beteiligung der Universität)

Bei der Gründung von Startups oder Foschungsstartups mit Beteiligung, unterstützt das TT Dezernat den Entwicklungssprozess des Unternehmens und bezahlt  den der Universität zustehenen Anteil des Aktienkapitals. Außerdem ernennt der Dezernat -auf Empfehlung des Rektors- das Universitätsvorstandsmitglied im Verwaltungsrat. 

6. Abschließende Phase

Das neue Unternehmen wird in die auf der Website veröffentlichten Liste aufgenommen.

Weitere relevante Dokumente sind hier in italienischer Sprache zum herunterladen angeboten.