Eine Universität, die inklusiv und offen sein will, muss unbedingt die Bedürfnisse von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Behinderungen berücksichtigen. Tatsächlich scheint es mehr und mehr notwendig zu sein, eine Kultur der Vielfalt zu fördern, insbesondere in Bezug auf die Behinderung, welche als Eigenschaft des menschlichen Zustands zu verstehen ist, die eine gemeinsame Teilhabe am Leben und eine gegenseitige Bereicherung ermöglicht. Unter dem Begriff Behinderung versteht man eine Vielfalt von heterogenen und machmal komplexen Situationen, die - auch seitens unserer Universität - strukturiertere und weitreichende Initiativen erfordern. Diese sollten zu einer effizienteren Organisation führen, die Exzellenz anstrebt und diese Vielfalt zur Geltung bringen kann.

In dieser Perspektive verpflichtet sich die Universität Trient, interne strukturelle und soziale Barrieren zu überwinden, um Menschen mit Behinderung die größmögliche Beteiligung an allen Aspekten des akademischen Lebens zu ermöglichen.

Das Studentenwerk bietet den Studierenden bereits mehrere Services an, die im Einklang mit den geltenden Vorschriften bzw. den Richtlinien der italienischen Konferenz der Universitätsdelegierten zum Thema Behinderung (CNUDD) implementiert wurden. Das Dokument wird hier ​in italienischer Sprache zum Herunterladen zur Verfügung gestellt.

In Bezug auf Lehrkräfte/ForscherInnen sowie technische und administrative MitarbeiterInnen mit (dauerhafter oder vorübergehender) Behinderung hat sich die Universität Trient - wie von zahlreichen nationalen und internationalen Anordnungen vorgeschrieben - vorgenommen, Maßnahmen einzuführen, die das Wohlbefinden am Arbeitsplatz und die Gleichbehandlung zum beruflichen Zugang und Aufstieg fördern sowie zum Kampf gegen jegliche Diskriminierungen beitragen.

Offensichtlich erfordert dieser Ansatz eine organisatorische und akademische Kultur, welche auf die folgenden Grundsätze zurückgreift: gemessene Ziele; Bewertung der Ergebnisse unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Beschränkungen; auf Inklusionskriterien basierende Verfahren; Ausbildungsprogramme für Vorgesetzte sowie für MitarbeiterInnen mit Führungsaufgaben und Verantwortung (Lehrpersonal eingeschlossen).
Angestrebt wird die Einführung eines Verwaltungs- und Bewertungsstils, der sich nach den Kriterien des "diversity managements" inspirieren lässt.   

Zugunsten aller MitarbeiterInnen mit Behinderung wird beabsichtigt, eine ad hoc Einrichtung zu gründen, um Hinweise zur Lösung von strukturellen und organisatorischen Missständen zu sammeln. Eine ähnliche Einrichtung existiert bereits zugunsten der Studierenden. Schließlich hat sich die Universität dazu verpflichtet, ein Netzwerk von Partnerschaften mit anderen Universitäten und anderen (lokalen, nationalen und internationalen) Einrichtungen aufzubauen, um Dienstleistungen und Best Practices auszutauschen und die internationale Mobilität der Studierenden sowie aller MitarbeiterInnen zu fördern.